Realtestbaum

Über das – nicht nur aus formalästetischen Gründen – fragwürdige Design von „Realtestkoffern“ hatte sich der Schreiber ja schon ausgelassen. Erstaunlich aber – laut Larry Copello , dem Inhaber der Sicherheitsfirma die diese Kofferstücke vertreibt, wurde dies Aufsehen erregende Exemplar von seiner 80jährigen Oma zusammengebastelt.

Da muss man doch wirklich nachfragen was sich unsere französischen Nachbarn sich da aufregen mit Rente ab 62 wenn Omas  mit 80 ohne zu murren arbeiten – in den USA!

Nun wächst hierzulande die Panik aber immer mehr – wahrscheinlich macht sich der ein oder andere doch Gedanken, ob über achtzigjährige Scheinbombembastler nicht doch aus Versehen mal eine Realbombe basteln.

Auch Innensenator Ehrhart Körting erklärt, wenn in der Nachbarschaft plötzlich „drei seltsame Menschen einziehen, die nur arabisch sprechen“, sollte man aufmerksam werden und im Zweifelsfall die Behörden informieren, offenbar ist Herr Körting lange nicht mit den öffentlichen in Berlin gefahren – sonst wären wir ja schon auf DefCon 7…

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Was ist mit dem Design passiert?

Der wiederkehrende Besucher unseres Blogs hat es vielleicht bemerkt – das sieht jetzt anders aus!

Back to the roots und dem default layout von wordpress – ja machen die denn kein Design mehr?

Doch natürlich machen wir das noch ;) – und sind auch dabei dies zu überarbeiten  – da ich persönlich dieses Standardlayout recht gelungen finde dient es sozusagen als Übergangslösung – wenn sie mal wieder vorbei schauen sieht es möglicherweise wieder ganz andres aus :)

Antonym zu Optimum

Optimierung ist ja im Prinzip gut – aber…

in diesem Fall (Foto hier, aufgenommen Nähe Stralsund) wird die Komik der übertriebenen Optimierung deutlich: Eine wenig befahrene Landstraße mit schlechtem Straßenbelag wird nach der Sanierung möglicherweise zur Rennstrecke.
Damit die Raserei etwas gedämpft wird, wurden diese Halbinseln entworfen und auf die Straße gepflastert – ob die künstliche Engstelle auch vor Raserei schützt, das werden wir noch sehen.
Aber nun stelle man sich mal ein zu gut designtes Produkt vor – mit optischen Spaßbremsen, sehen Sie selbst, auf welche Ideen Designer so kommen. Nominiert sind alle für das scheußlichste Design 2009.

Auto App

Die Autoshow in Paris läuft, viele Neuerungen sind zu sehen – vieles bleibt unverändert – die meisten Autos haben weiterhin vier Räder, bieten einen mehr oder weniger gelungenen Wetterschutz und verbrauchen fossile Energien.

Elektronisch werden sie aber weiterhin aufgerüstet, hier ein neues Sensörchen und dort ein neues Kontrollsystem. PDC (Park Distance Control) gehört mittlerweile beinahe zum Standard – zeigt aber leider immer noch nicht die Entfernung bis zum nächsten Parkplatz, sondern nur bis zur Stoßstange des vor oder hinter dem eigenen Fahrzeug stehenden Mobils. Dackel und Blumenkübel natürlich auch.

Und: sieh da auch die Bösewicht haben künftig die Möglichkeit einen James Bond so zu stoppen, dass sie einfach vo sein Auto springen. Volvo macht´s mitder vollbremsautomatik möglich und führt diesen Komfot ur Serienreife. So können bald auch die lieben Kleinen einfach so vor´s Auto laufen: passiert eh nix. Wären da nicht noch die alten Modelle .. Also doch lieber weiter Verkehrsunterricht erteilen.

Auch für die Klientel, die Schwierigkeiten beim Einparken haben, gibt es Apps (Kann man das in diesem Zusammenhang eigentlich sagen? Gibt es in Zukunft den VAG App Store?). In Scheichfahrt werden geeignete Lücken aufgespürt und dann das Fahrzeug hineingelenkt. Wünschenswert wäre, wenn man den Wagen alleine auf Parkplatzsuche schicken könnte.

Das bringt den Designer auch schon dazu, sich Gedanken darüber zu machen, was noch fehlt: Der Rote Ampel Sensor – nie wieder Rotlichtsünder werden! Auch auf den “LKW auf Landstraßen Überholassistenten” können wir wahrscheinlich noch lange warten. Zu dem Einschlafsensor, der bei den ersten Ermüdungserscheinungen die MP3 Sammlung mit dem brüllenden Acid Rock  im Bordentertainment schaltet, ist es hingegen nur ein kleiner Schritt.
Besonders praktisch wäre auch, wenn das Fahrzeug eine SMS schickt, wenn böse Buben versuchen einzubrechen, den Notarzt anruft wenn der Fahrer einen Herzinfarkt hatte und sich dabei auch alleine auf den Standstreifen lenkt. Engstellen -Assistenten geben an, ob der Platz vor einem noch zum durchfahren reicht – zum Beispiel an engen Autobahnbaustellen.

Am besten gefallen hat mir aber der Umweltschutzassistent zum Selberbauen: Dafür benötigt man drei Dinge: ein Fahrrad, Schnellbeton  und den Autoschlüssel. Schnellbeton nach den Verarbeitungshinweisen anrühren, in einen konischen Behälter füllen, Autoschlüssel in die Masse drücken bevor diese aushärtet. Nach dem Aushärten Behälter stürzen und dann den Klotz gut aufbewahren für die nächste Ferienfahrt. Strecken jetzt entweder mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen befahren.

Wenn das Fahrzeug wieder benötigt wird, den Schlüssel  einfach mit Hammer und Meissel (nicht Sichel!)  wieder aus dem Block freischlagen – nach der Fahrt wieder wie oben beschrieben vorgehen. Laut Studie werden auf diese  Weise werden fast 99,9% aller Kurtstreckenfahrten vermieden… ;) .

Die ipodisierung im Design oder die Angst vor dem vermeintlichen Risiko

Make it work!Ohne Zweifel hat Apple Maßstäbe im Design gesetzt. Der Look der Geräte hat mittlerweile Kultcharakter, da wundert es nicht wenn der ein oder andere auf den Zug aufspringen möchte. Da gibt es auch schon Anfragen in der Richtung, sprich ob man den Gegenstand nicht im Ipod-Look gestalten könnte.

Das kann man natürlich, nur muss man sich denn auch fragen ob das kopieren einer Formensprache wirklich im eigenen Interesse der Markenpflege und des Produktimages dienlich ist.

Es gilt zu unterscheiden ob man einem Trend folgt oder ein Plagiat schafft.

Farben und Formen und die bewusste Wahrnehmung davon verändern sich im Laufe der Zeit. Mit Braun und Orange Tönen konnte man vor nicht allzu langer Zeit absolut hip sein, danach wieder völlig out, nur um sich damit heutzutage fast wieder als Avantgardist darzustellen.

Ebenso wechseln Formen, von abgerundeter Stromlinienform zum kantigen Gebilde über den Braunschen Schneewittchensarg bis hin zum heutigen Ipod. Letztlich markieren diese zur Designikone erhobenen Gegenstände den Höhepunkt einer Ära.

Schon alleine aus diesem Grund sollte man sich fragen, ob bei der gerade den Höhepunkt erreichten Ära aufspringen möchte, oder sich besser in Richtung Zukunft orientiert um neue Ideen und Maßstäbe zu setzen.

Weder der Ipod noch der Schneewittchensarg sind zu dem geworden als das sie jetzt wahrgenommen werden weil die Designer der Geräte eine Idee eines anderen aufgegriffen haben.

Jeder der für Neuentwicklungen verantwortlich ist sollte sich also nicht die Chance entgehen lassen eigene Innovationen in eigenem Design auf den markt zu bringen und nicht in dem Deckmäntelchen anderer zu vermarkten.

Bio-Erde…


Es gibt mehrere Möglichkeiten hemmungslos zu konsumieren und dabei ein reines Gewissen zu behalten. Eine davon ist, sich auf den Erwerb von BIO-Produkten zu konzentrieren, wogegen ja im Prinzip nichts einzuwenden ist.
Treibt dies doch aber zeitweilig bizarre Blüten. So zum Beispiel die kürzlich entdeckte BIO-Erde! Die wird sicher bald gefolgt von BIO-Luft, BIO-Wind und BIO-Sonne.
Dem kann ich nur noch BIO-Design entgegensetzen, Kreativität aus biologisch abbaubarer Hirnmasse!