Bei dreißig Grad (Im Schatten! Fünfunddreißig am Schreibtisch und einhundertzwölf in der schwarzen Schrankwand..) weiß man nicht so genau was machen, ist man doch etwas unbeweglich geworden. Ein Grund dafür wahrscheinlich die Plastikwanne mit dem Eiswasser in dem die Füße stehen. Auch das Kabel für den Ventilator ist relativ kurz und engt den Spielraum weiter ein. Also Bottich und Ventilator auf den Balkon gestellt und dann den Abendhimmel anstarren. Wetter und Zeitpunkt sind ideal um sich Leuchtende Nachtwolken anzuschauen. Bisher hatte der Schreiber auch noch nichts davon gehört – aber entspannt auf Leuchtwolken Suche gehen wäre vom Bildungsanspruch sicher höher anzusiedeln als 30 Minuten Privatfernsehen ertragen.
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Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut
Zehlendorf ist nicht wirklich das Mekka der Inspirationen für den ambitionierten Blogger. Manchmal kommt das Gefühl auf, man befinde sich in einem Luftkurortes am Südhang des Schchara.
Darum stürzt sich der Schreiber auch mal gerne auf die wenigen unspektakulären Fälle am Wegesrand, heute:
Die gemeinen Parkraum Diebe!
Getarnt als konventionelle Bauunternehmen Weiter lesen: “Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut” »
Reingefallen?
Beim ab-und-an stattfindenden Lauf des Kreativen findet man ab un an beachtenswerte Situationen am Wegesrand vor.
Ob der Baggerfahrer nur sein Navi falsch abgelesen hat oder den Abend vorher zu viele U-Boot Filme gesehen hat, bleibt ungeklärt. Jedenfalls war die Situation des hilflos am Seeufer kreuzenden Frontladers nach einer Stunde immer noch unverändert. Aber gestern ward der Bagger nicht mehr gesehen!! Bleibt die Frage, wie er entfernt wurde: Entweder wurde er ganz unter die Wasseroberfläche gesteuert (was wohl unwahrscheinlich ist) oder er konnte über die Kante manövriert werden??
Neues aus der Spanischen
Der Schreiber hatte ja schon seine Irritationen über die Beibehaltung des Straßennamens “Spanische-Allee” hier geäußert.
Per Zufall bin ich dann auf ein weiteres, in meinen Augen unschönes, Relikt der deutschen Vergangenheit gestoßen.
Hans Freiherr von Wolzogen war mir bisher völlig unbekannt (nach ihm wurde nämlcih eine nette kleine Seittenstraße der Spanischen benannt, wo sind wir denn hier gelandet???!!). Er unterzeichnete am 19. Dezember 1928 das Gründungsmanifestes des völkisch gesinnten, antisemitischen Kampfbunds für deutsche Kultur.
Nun weiß der Designer nicht so genau, welche Regeln eingehalten werden sollten um Straßen zu benennen. Jedenfalls erscheinen die mir bekannten Taten des Herrn von Wolzogen nicht so rühmlich, als dass man heute noch eine Straße nach ihm benennen müsste.
Ich denke, in einer Demokratie gibt es genügend andere Personen, die man mit einer nach ihnen benannten Straße ehren könnte. Wen? Vorschläge sind erwünscht. Weiter lesen: “Neues aus der Spanischen” »
Schnee und Eis in Berlin
Wie schon einmal früher erwähnt läuft der Protagonist dieses Beitrages ab und an im Gelände um die Berliner Seen herum.
Nichts besonderes – nur heute war es kalt, 10 Grad unter dem Durchschnitt. Die Seen sind aber noch nicht zugefroren, Glatteis gab es nicht, Schneeverwehungen sind noch nicht in Sicht.
Zum Laufen hört man dann gerne etwas Musik, nicht nur wegen der Unterhaltung sondern auch wegen der Motivation – wenn gar nichts mehr geht hilft dann doch die sonst eher selten belauschte Techno mit 150 bpm, da bleibt keiner schlapp und röchelnd auf dem Waldboden liegen wenn die mit dem nötigen Schalldruck gegen das Großhirn wabern.
Nebenbei können sich auch keine Schneestürme in die Gehörgänge verirren. Deutlichstes Zeichen für das Ende des Sommers sind dann Eisbildung am Kopfhörer Bügel, der dann auch fast an Haar und Mütze festgefroren war – so noch nicht gesehen – wegen des aber zu erwartenden temporären Stadiums des darzustellenden Gegenstandes ist die Qualität der Ausleuchtung und des Fotos nicht so gut, dies möge der Leser des Artikels doch verzeihen.
Es wird nichts so heiss gegessen, wie es gekocht wird.
Im Berliner Kurier ward am 12.8. zu lesen:
Jetzt kommt’s knüppeldick für Berlins Hunde!
Normalerweise wäre das ja einfach so unbeachtet geblieben, aber nun scheinen sich jetzt die ersten Konsequenzen der Parkverbote für Hunde zu zeigen (siehe links).
Parkverbot ist auch etwas missverständlich ausgedrückt. Was gemeint ist, dass Hunde nicht mehr in die bewirtschafteten Parkraum Gefilde dürfen. Das sind eben nicht die Parkzonen, sondern die Zonen im Park, wo jetzt eben keine Hunde mehr rein dürfen. Hunde zieht euch warm an! Sonst werdet ihr kalt gestellt.
Nach dem Monster nun die Keime – Monsterkeime?
Vor einiger Zeit sollte noch ein Monsterfisch die Schwimmer im Schlachtensee tyrannisiert haben (glupschtet hier). Nun sieht es aber sowohl für den (falls es ihn gibt) als auch die Badenden schlecht aus.
Schuld sind die zwar kleineren aber auch gefährlicheren Keime, die Übelkeit, Hautreizungen, Kopfschmerzen, Durchfall und Erbrechen oder eine Kombination aus Genannten verursachen können.
Ausgelöst ist das ganze Dilemma durch Regenfälle, die dann die umliegenden Fäkalien (von Monstern, Hunden, Menschen) ins Wasser spülen. War doch klar: hatte ich doch schon vor Wochen gesagt: Montagsmorgen am Schlachtensee) Komisch nur, dass das Stadtblatt “Der Tagesspiegel” nix dazu schreibt (die Morgenpost hatte das Thema auf der Titelseite).
Montag morgens am Schlachtensee
Viele interessante Orte gibt es in der Stadt. Heute vorgestellt: der beliebte Schlachtensee.
Ab und an trabt selbst der Designer morgens um den Schlachtensee, kommen Ihm dabei manchmal doch die ein oder andere gute Idee – hier ein Reisebericht.
Besonders schön ist der Montagmorgen am See. Am Nordufer trifft man auf die Fraktion der Hundebesitzer, deren lustig herumtollenden Vierbeiner eifrig bemüht sind, die ausgedörrten – damit beinahe olfaktorisch einwandfreien – Kothaufen und Urinpfützen durch frisches Material zu ergänzen. An den wenigen hundefreien Stellen trifft man mit etwas Glück auf eine Sonderausstellug von Schiesser-Feinripp Unterwäsche. Diese in unterschiedlichen Größen und Formen in den Zweigen drapierten Stücke sind aber nicht im Verkauf, sondern gehören wahrscheinlich der Seniorengruppe, die in kurzer Entfernung zum Ufer vor sich hinplanscht.
Auf dem weiteren Weg hat man Gelegenheit, die am Wochenende versäumte Tagespresse zu überfliegen, vielfach kann man zumindest die Headlines an mehreren Plätzen auf dem Weg ausgebreiteten oder in den Büschen hängenden Exemplaren erhaschen. Wer knapp bei Kasse ist, nimmt sich eine der vielen Pfandflaschen mit. Mit etwas Glück findet sich auch noch ein Einkauswagen der am Südufer gelegenen nahen Discounter – damit lassen sich auch größere Funde leicht bewegen.
Am Ostufer kann man dann die Terasse eines Gastronomischen Betriebes durchqueren – hier freut man sich über das kurze zigarettenkippenfreie Wegesstück.
Am folgenden Südufer kommen die ersten Badegäste aus den umliegenden Häusern zur Morgenstunde gerne in Bademantel und Badeschlappen, treffen dabei auf die Übernachtungsgäste die es sich im Sand gemütlich gemacht haben zwischen muffelnden Handtüchern und klebrigen, brauereiseitig mit Grapefruchtsaft versetztem Hefebierresten oder ähnlichem Alkopops Flaschen, samt deren Verpackungsmaterial.
Weiter folgend dem Uferweg, den zur kühleren Jahreszeit auch der ein oder andere Angler besucht – die würden jetzt wahrscheinlich eher Bismarckhering, Rollmops und die seltenen Schillerlocken an Land ziehen – kommt man an dem Bootsverleih vorbei.
Wer Glück hat, überholt noch die sechzehn Mann starke Truppe, die jeden Morgen Ihre Bahn um den See zieht, um die Überbleibsel der ein oder anderen Orgie fachgerechter zu entsorgen als die ursprünglichen Besitzer dazu in der Lage waren – hier meine besonderen Dank an die Mannschaft für die sicher nicht immer angenehme Arbeit.
Der Vorher-, Nachher-Effekt lässt sich bei dem Überhohlvorgang jedenfalls beindruckend nachvollziehen.
Jetzt stolpert man weiter über das ein oder andere Häufchen vergangener Mahlzeiten und kann seine Runde am Westufer beenden – hier ist dann auch der Ablauf des Sees – das Wasser hat jetzt keine weiteren Hundebadestellen und Picknickstrände mehr vor sich sondern fließt weiter in die Rehwiese – wo es dann unterirdisch abgepumpt wird um dann dem Berliner Trinkwasser zugeleitet zu werden.
Prost – Berlin ich liebe dir…