Reingefallen?

Beim ab-und-an stattfindenden Lauf des Kreativen findet man ab un an beachtenswerte Situationen am Wegesrand vor.

Ob der Baggerfahrer nur sein Navi falsch abgelesen hat oder den Abend vorher zu viele U-Boot Filme gesehen hat, bleibt ungeklärt. Jedenfalls war die Situation des hilflos am Seeufer kreuzenden Frontladers nach einer Stunde immer noch unverändert. Aber gestern ward der Bagger nicht mehr gesehen!! Bleibt die Frage, wie er entfernt wurde: Entweder wurde er ganz unter die Wasseroberfläche gesteuert (was wohl unwahrscheinlich ist) oder er konnte über die Kante manövriert werden??

Nach dem Monster nun die Keime – Monsterkeime?

Vor einiger Zeit sollte noch ein Monsterfisch die Schwimmer im Schlachtensee tyrannisiert haben (glupschtet hier). Nun sieht es aber sowohl für den (falls es ihn gibt) als auch die Badenden schlecht aus.

Schuld sind die zwar kleineren aber auch gefährlicheren Keime, die Übelkeit, Hautreizungen, Kopfschmerzen, Durchfall und Erbrechen oder eine Kombination aus Genannten verursachen können.

Ausgelöst ist das ganze Dilemma durch Regenfälle, die dann die umliegenden Fäkalien (von Monstern, Hunden, Menschen) ins Wasser spülen. War doch klar: hatte ich doch schon vor Wochen gesagt:  Montagsmorgen am Schlachtensee) Komisch nur, dass das Stadtblatt “Der Tagesspiegel” nix dazu schreibt (die Morgenpost hatte das Thema auf der Titelseite).

Montag morgens am Schlachtensee

Viele interessante Orte gibt es in der Stadt. Heute vorgestellt: der beliebte Schlachtensee.

Ab und an trabt selbst der Designer morgens um den Schlachtensee, kommen Ihm dabei manchmal doch die ein oder andere gute Idee – hier ein Reisebericht.

Besonders schön ist der Montagmorgen am See. Am Nordufer trifft man auf die Fraktion der Hundebesitzer, deren lustig herumtollenden Vierbeiner eifrig bemüht sind, die ausgedörrten – damit beinahe olfaktorisch einwandfreien – Kothaufen und Urinpfützen durch frisches Material zu ergänzen. An den wenigen hundefreien Stellen trifft man mit etwas Glück auf eine Sonderausstellug von Schiesser-Feinripp Unterwäsche. Diese in unterschiedlichen Größen und Formen in den Zweigen drapierten Stücke sind aber nicht im Verkauf, sondern gehören wahrscheinlich der Seniorengruppe, die in kurzer Entfernung zum Ufer vor sich hinplanscht.

Auf dem weiteren Weg hat man Gelegenheit, die am Wochenende versäumte Tagespresse zu überfliegen, vielfach kann man zumindest die Headlines an mehreren Plätzen auf dem Weg ausgebreiteten oder in den Büschen hängenden Exemplaren erhaschen. Wer knapp bei Kasse ist, nimmt sich eine der vielen Pfandflaschen mit. Mit etwas Glück findet sich auch noch ein Einkauswagen der am Südufer gelegenen nahen Discounter – damit lassen sich auch größere Funde leicht bewegen.

Am Ostufer kann man dann die Terasse eines Gastronomischen Betriebes durchqueren – hier freut man sich über das kurze zigarettenkippenfreie Wegesstück.

Am folgenden Südufer kommen die ersten Badegäste aus den umliegenden Häusern zur Morgenstunde gerne in Bademantel und Badeschlappen, treffen dabei auf die Übernachtungsgäste die es sich im Sand gemütlich gemacht haben zwischen muffelnden Handtüchern und klebrigen, brauereiseitig mit Grapefruchtsaft versetztem Hefebierresten oder ähnlichem Alkopops Flaschen, samt deren Verpackungsmaterial.

Weiter folgend dem Uferweg, den zur kühleren Jahreszeit auch der ein oder andere Angler besucht – die würden jetzt wahrscheinlich eher Bismarckhering, Rollmops und die seltenen Schillerlocken an Land ziehen – kommt man an dem Bootsverleih vorbei.

Wer Glück hat, überholt noch die sechzehn Mann starke Truppe, die jeden Morgen Ihre Bahn um den See zieht, um die Überbleibsel der ein oder anderen Orgie fachgerechter zu entsorgen als die ursprünglichen Besitzer dazu in der Lage waren – hier meine besonderen Dank an die Mannschaft für die sicher nicht immer angenehme Arbeit.

Der Vorher-, Nachher-Effekt lässt sich bei dem Überhohlvorgang jedenfalls beindruckend nachvollziehen.

Jetzt stolpert man weiter über das ein oder andere Häufchen vergangener Mahlzeiten und kann seine Runde am Westufer beenden – hier ist dann auch der Ablauf des Sees – das Wasser hat jetzt keine weiteren Hundebadestellen und Picknickstrände mehr vor sich sondern fließt weiter in die Rehwiese – wo es dann unterirdisch abgepumpt wird um dann dem Berliner Trinkwasser zugeleitet zu werden.

Prost – Berlin ich liebe dir…