Zukunft Design

Aside

Design aus Deutschland hat eine gewisse Wertigkeit im Ausland. Werden doch damit Qualität, Zuverlässigkeit, Ergonomische Funktionalität sowie auch eine eigene Ästhetik verbunden. Besonders im Bereich der Investitionsgüter werden neben Maschinen- und Apparatebau aus Deutschland vor allem auch die gestalterischen Qualitäten geschätzt.

Das ursprünglich als Warnung gedachte Made in Germany hat sich seit dem Merchandise Act 1887 in Gegenteil verwandelt.
Ebenso gewandelt hat sich die Erkenntnis, dass Ressourcen endlich vorhanden sind. Die Zeiten der Industriellen Revolution sind wohl vorbei, was jetzt zählt ist, vorausschauendes und intelligentes Planen und Entwickeln.
Damit Design aus Deutschland auch weiterhin Konkurrenzfähig bleibt, sollte mindestens der sparsame Umgang mit Ressourcen eingehalten werden. Der inflationäre Umgang mit den Begriffen Bio, Sustainable, umweltfreundliche bei unveränderten Ansätzen in der Produktentwicklung, führt eher dazu, dass die Schwammigkeit zu einer Unglaubwürdigkeit aufblüht. Echten Innovationen wird damit eine gerechte Marktchance genommen und der Weg in eine verbesserte Produktionspolitik verbaut.

Ökologische Bewusstsein ist begrüßenswert – es sollte aber nicht seinen Höhepunkt darin haben, dass die Einkaufstaschen aus wiederverwendeter LKW Plane im 2,8 Tonnen 4 by 4 die fahrradkompatible Distanz zwischen Biomarkt und Wohnstätte geschaukelt werden.

Bio-Erde…


Es gibt mehrere Möglichkeiten hemmungslos zu konsumieren und dabei ein reines Gewissen zu behalten. Eine davon ist, sich auf den Erwerb von BIO-Produkten zu konzentrieren, wogegen ja im Prinzip nichts einzuwenden ist.
Treibt dies doch aber zeitweilig bizarre Blüten. So zum Beispiel die kürzlich entdeckte BIO-Erde! Die wird sicher bald gefolgt von BIO-Luft, BIO-Wind und BIO-Sonne.
Dem kann ich nur noch BIO-Design entgegensetzen, Kreativität aus biologisch abbaubarer Hirnmasse!