Auto App

Die Autoshow in Paris läuft, viele Neuerungen sind zu sehen – vieles bleibt unverändert – die meisten Autos haben weiterhin vier Räder, bieten einen mehr oder weniger gelungenen Wetterschutz und verbrauchen fossile Energien.

Elektronisch werden sie aber weiterhin aufgerüstet, hier ein neues Sensörchen und dort ein neues Kontrollsystem. PDC (Park Distance Control) gehört mittlerweile beinahe zum Standard – zeigt aber leider immer noch nicht die Entfernung bis zum nächsten Parkplatz, sondern nur bis zur Stoßstange des vor oder hinter dem eigenen Fahrzeug stehenden Mobils. Dackel und Blumenkübel natürlich auch.

Und: sieh da auch die Bösewicht haben künftig die Möglichkeit einen James Bond so zu stoppen, dass sie einfach vo sein Auto springen. Volvo macht´s mitder vollbremsautomatik möglich und führt diesen Komfot ur Serienreife. So können bald auch die lieben Kleinen einfach so vor´s Auto laufen: passiert eh nix. Wären da nicht noch die alten Modelle .. Also doch lieber weiter Verkehrsunterricht erteilen.

Auch für die Klientel, die Schwierigkeiten beim Einparken haben, gibt es Apps (Kann man das in diesem Zusammenhang eigentlich sagen? Gibt es in Zukunft den VAG App Store?). In Scheichfahrt werden geeignete Lücken aufgespürt und dann das Fahrzeug hineingelenkt. Wünschenswert wäre, wenn man den Wagen alleine auf Parkplatzsuche schicken könnte.

Das bringt den Designer auch schon dazu, sich Gedanken darüber zu machen, was noch fehlt: Der Rote Ampel Sensor – nie wieder Rotlichtsünder werden! Auch auf den “LKW auf Landstraßen Überholassistenten” können wir wahrscheinlich noch lange warten. Zu dem Einschlafsensor, der bei den ersten Ermüdungserscheinungen die MP3 Sammlung mit dem brüllenden Acid Rock  im Bordentertainment schaltet, ist es hingegen nur ein kleiner Schritt.
Besonders praktisch wäre auch, wenn das Fahrzeug eine SMS schickt, wenn böse Buben versuchen einzubrechen, den Notarzt anruft wenn der Fahrer einen Herzinfarkt hatte und sich dabei auch alleine auf den Standstreifen lenkt. Engstellen -Assistenten geben an, ob der Platz vor einem noch zum durchfahren reicht – zum Beispiel an engen Autobahnbaustellen.

Am besten gefallen hat mir aber der Umweltschutzassistent zum Selberbauen: Dafür benötigt man drei Dinge: ein Fahrrad, Schnellbeton  und den Autoschlüssel. Schnellbeton nach den Verarbeitungshinweisen anrühren, in einen konischen Behälter füllen, Autoschlüssel in die Masse drücken bevor diese aushärtet. Nach dem Aushärten Behälter stürzen und dann den Klotz gut aufbewahren für die nächste Ferienfahrt. Strecken jetzt entweder mit dem Fahrrad oder den Öffentlichen befahren.

Wenn das Fahrzeug wieder benötigt wird, den Schlüssel  einfach mit Hammer und Meissel (nicht Sichel!)  wieder aus dem Block freischlagen – nach der Fahrt wieder wie oben beschrieben vorgehen. Laut Studie werden auf diese  Weise werden fast 99,9% aller Kurtstreckenfahrten vermieden… ;) .

Es gibt sie noch – die guten nervigen Dinge

Wer erinnert sich noch an den Siegeszug der zusätzlichen Bremsleuchten als Nachrüstsatz Ende der siebziger Jahre?
Lösten Sie doch das gehäkelte Toilettenpapierrollen-Tarnkäppchen und den Wackeldackel langsam ab. Später fingen dann die meisten Nachrüstleuchten auch an zu wackeln und hingen meistens etwas unmotiviert über der Hutablage.
Heute gibt es was Neues – und das beste ist, es gab es schon.
Die Automibilindustrie verkauft teure Zusazausstattung sozusagen zweimal – als adaptives Kurvenfahrlicht.
Das wie die göttliche DS schon vor Jahrzehnten vorgemacht hat – Kurvenfahrlicht – feiert eine Wiedergeburt. Nur wird es jetzt nicht auf mechanische Weise in wirklich mitschwenkenden Scheinwerfern realisiert – nein, das wäre ja zu teuer! Jetzt schaltet man einfach den Nebelscheinwerfer auf der Seite ein, zu der abgebogen wird – automatisch!
Ist das nicht genial? Wenn ich jemanden den Spaß daran verderben möchte, sage ich, dass mein Kurvenfahrlicht auf Wunsch permanent beidseitig permanent aktiv ist! Ganz einfach durch Einschallten der Nebelscheinwerfer!
Aber das ist natürlich nicht so cool wie das legale Fahren mit Scheinwerfern, die nur auf einer Seite leuchten. Hm – zu Zeiten des Wackeldackels hätte das, wenn nur ein Nebelscheinwerfer leuchtet, bestimmt Bußgeld gekostet

Mit dem Firmenbus in Nizza

IMG_4672Vor kurzem war ich wieder einmal in Frankreich zu Gast – wie immer hat es mir gefallen.
Nur leider hatte ich ein großes Problem – wir waren in der Gegend in und um Nizza mit dem Automobil unterwegs. Für die Region sicher nichts ungewöhnliches – ein einfacher Renault Trafic.
Dennoch erschien es uns als ob der touristische Re-Import des Fahrzeuges gar nicht gerne gesehen wird – warum? Weil alle Parkplätze gesperrt waren für Fahrzeuge mit einer Höhe vom mehr als 190 cm. Der Renault Trafic liegt so ca. 9 cm darüber – ein vergleichbares Produkt eines einheimischen Herstellers so um die 7 cm. Nicht viel – aber dennoch genügend damit einem diese Plätze versperrt bleiben.
Verstanden hätte ich dies ja noch bei Parkhäusern – davon haben wir auch in Deutschland einige die zu einer Zeit erbaut wurden als die meisten Fahrzeuge noch nicht die Ausmaße fahrender Schrankwände hatten.
Aber nein – ganz normale Parkplätze waren mit einer massiven Barriere in 190cm Höhe versperrt.