Verhalten der Glienicker See-Anwohner zum Vorbild?!
„Viele wollen Ihre Ruhe haben und ertragen keine Spaziergänger auf dem öffentlichen Weg zwischen dem eigenen Grundstück und dem Glienicker See. In einer Nacht- und Nebel-Aktion gruben deswegen die Hausbesitzer kurzerhand besagten Weg um und sperrten ihn für das gemeine Volk. Dies nahm Willi H. Harison, Sprecher der bis dato unbekannten Bürgerbewegung, zum Vorbild für die Sperrung der Avus. „Der Verkehr störte uns schon lange“, so lautet Harison´s lapidare Begründung.

In den späten Abendstunden des 31.03. trafen die ersten Baufahrzeuge an der Ausfahrt Spanische Allee ein. Gegen 23:30 wurde die gesamte Strecke von einem privaten Unternehmen abgesperrt, letzte freie Ausfahrt Richtung Zentrum war damit Potsdam Babelsberg.
Bis 0:00 Morgens konnte der Verkehr noch aus Berlin heraus ungehindert fließen. Dann aber war auch diese
Strecke ab AF Hüttenweg blockiert.
In Abständen von 15 Metern wurde der Belag der AVUS systematisch zerstört.
„Wir wollen damit ein Zeichen setzen, die Regierung kann nicht länger die Bedürfnisse der Bewohner von Villengegenden ignorieren und unverhältnismäßigen Geräuschen aussetzen“, so der Sprecher.
Damit hat wohl das Beispiel der Selbsthilfe-Aktion der Glienicker Seen-Uferweg Anwohner Schule gemacht.
Aus Designerkreisen wurde in diesem Zusammenhang bekannt, dass eine Gruppe Radikaler Gestalter (GRG) mit Spraydosen unterwegs sind. Diese Dosen sind mit einem synthetisch erzeugten Duftstoff gefüllt der
chemisch den Aussonderungen derer Analdrüsen verwandt ist und einen ähnlich penetranten Gestank ausdünsten. Die künstliche Variante zeichnet sich durch ihre extreme Haftfähigkeit und Beständigkeit aus.
Die Gruppe möchte damit Zeichen setzten und – wie sie es ausdrückt – schlecht gestaltete Gegenstände olfaktorisch auf das gleiche Niveau bringen.
Das Bild Glienicker Brücke von Markus Schweiss, ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland lizenziert.
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