Ist bestimmt gar nicht so schlimm

Bald ziehe ich in eine echt schnuckelige Wohnung in Neukölln und hoffentlich werde ich eine Ausbildung in einer Agentur, direkt an der Hasenheide, machen. Neukölln, Hasenheide – da gibt es je gewisse Vorurteile und auch einen gewissen Ruf, den dieser Teil Berlins hat. Als sozialer Brennpunkt soll das Viertel verschrien sein und gerade von der Hasenheide hört man, dass dort einem, nicht ganz legalem, Einzelhandel nachgegangen wird. Ich stamme aus einem Stadtteil der viele dieser Probleme auch kennt und angesichts der humanen Mieten schreckte mich das alles nicht wirklich ab. Das ist sowieso alles übertrieben dachte ich mir, als ich gestern mit meiner Freundin bei einem mittelmäßigem Italiener an der Hasenheide essen war. Naja nach einer immer lauter werdenden Diskussion zwischen dem Wirt und einem Gast(?), fingen die beiden tatsächlich eine handfeste Schlägerei an. Als wir dann bezahlten und gingen, sahen wir noch, wie sich vor dem Restaurant der Rausgeschmissene mit seinen Freunden formierte, wahrscheinlich im Inbegriff den Laden zu stürmen. Vielleicht ganz gut, dass wir auf Tiramisu aus der Tiefkühlung verzichtet haben…

Meckern auf hohem Niveau

Also, um mal ganz ehrlich zu sein – ich finde die Berliner S-Bahn fährt ziemlich häufig, auch wenn ich da anscheinend der Einzige bin. In Wuppertal, der Stadt, aus der ich komme, fahren die Busse nur alle 20 Minuten und sind, neben der (unumstritten super tollen, die bis April nicht fährt!!) Schwebebahn, das einzige relevante öffentliche Verkehrsmittel. Anscheinend ist es für einen Berliner zu viel verlangt, wenn er über fünf Minuten auf eine Bahn oder einen Bus warten muss. Dass fünf Minuten in Berlin als lange empfunden werden, ist absoluter Luxus.

Ich will ja niemandem das meckern verderben, aber ihr Berliner seit Glückspilze was die Infrastruktur angeht, findet euch damit ab!